Einführung

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erschienen in der BAZ vom 24.5.2005

  ....... Appenzell

DER BASLER APPENZELLER-VEREIN ZELEBRIERT SEINE LIEBE ZU SEINEN BEIDEN HEIMATKANTONEN MIT VIEL KULTUR

   Appenzell in Basel. Vereinspräsident Christian Signer mit einem Trachtentrio.
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oto Armbruster

charles martin

 Der Appenzeller-Verein Basel und Umgebung sorgt unter den Basler Appenzellern für heimelige Gefühle - und mit seinen Konzerten für Furore.

Grün ist es, das Appenzell, ein ganz besonderes Grün, das es nirgends sonst in der Schweiz gibt, sind die Appenzeller überzeugt. Wenn also ein Appenzeller in Basel ohne das besondere Grün auskommen muss, was tut er? «Er bewegt sich bewusst nahe am Puls der Basler und trifft sich nebenbei im Appenzeller-Verein Basel und Umgebung mit seinesgleichen», sagt Christian Signer.
Als Präsident des seit 1897 bestehenden Vereins fühlt er sich nicht nur mit dem Appenzell verbunden. «Zehn Jahre lang habe ich an den drei schönsten Tagen in Basel am Gehsteig gestanden und versucht, die Laternen und deren künstlerische Aussagen zu deuten, dann habe ich eines Tages den Strassenanzug mit dem Fasnachtskostüm vertauscht», erzählt Signer.
War der Verein zuerst dafür gedacht, die aus wirtschaftlicher Not nach Basel ausgewanderten Appenzeller in einem sozialen Netz aufzufangen, so sind die heute 330 Mitglieder gesellschaftlich fest mit der Stadt am Rheinknie verbunden. Banker, Klein- und Mittelgewerbler bis hin zu Handwerkern und Hausfrauen kommen regelmässig zusammen, um ihre innere Verbundenheit zum grünen Kanton zu pflegen. Oft sind es die Basler Ehepartner, die sich eines schönen Tages zum Appenzeller-Verein hingezogen fühlen, «um mehr über die Herkunft und die Kultur ihrer Partner zu erfahren», wie Signer lächelnd betont.

kultur und heimat. Der Verein will die kulturelle Umgebung seiner neuen Heimat mitprägen. Ob in der Leonhardskirche oder in der Elisabethenkirche, die Konzerte sind stets etwas Besonderes und meist ausverkauft.

Mit dem neusten musikalischen Projekt hat Signer gar eine Art Experiment nach Basel holen können. Am 12. November (19 Uhr) werden in der Theodorskirche am Wettsteinplatz eine Appenzeller Streichmusik mit Hackbrett, Gitarre und Musiker des bekannten Tonhalle-Orchesters Zürich Werke Franz Schuberts zum Besten geben. «Die Schubert-Stobete ist eine wundervolle Mischung aus klassischen und heimatlichen Klängen, die in Zürich einen Riesenerfolg feiern durfte», sagt Christian Signer stolz.

aktiv. Der Verein gibt vier bis fünf Mal jährlich eine eigene Zeitschrift, «Appezeller Poscht», heraus. Er unterhält ausserdem einen Mini-Verlag, in dem Bücher von Appenzellern für alle Interessierten vertrieben werden. Im Weiteren werden Lesungen durchgeführt sowie eine Weihnachtsfeier, Ausflüge, Wanderungen, ein Begegnungstag, ein Preiskegeln und vieles andere mehr organisiert.

«Wir sind ein aktiver Verein und werden auch in Zukunft für unsere Mitglieder und die Basler Bevölkerung tolle musikalische Events organisieren, denn Basel liegt uns ebenso am Herzen wie Appenzell, also möchten wir unseren Gastgebern unseren Kanton und seine Eigenheiten näher bringen», betont Signer.

www.appenzellerverein.ch

 

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